Da haben wir doch tatsächlich bei der Vorbereitung unserer diesjährigen Weihnachtsdekoration das Rad ein zweites Mal erfunden: Durch Zufall ist bei dem fehlgeschlagenen Versuch einer anderen Faltarbeit ein Gebilde entstanden, das entfernt an einen Tannenbaum erinnerte. Mit diesem Prototypen haben wir experimentiert, mal so und mal so gefaltet und eingeschnitten, mal Kleber verwendet, mal nicht. Entstanden ist ein wunderschöner Tannenwald. Der erste Raureif in diesem Jahr wurde genutzt, um ein paar Fotos zu schieĂźen …

… um dann festzustellen, dass es so ein Falt-Bäumchen schon gibt – es gehört zu den traditionellen Origami-Faltobjekten und geistert in diesem Jahr durch fast alle Blogs. Pech!

Wir wollten Euch die Fotos trotzdem nicht vorenthalten:

 

 

 

 

Am Wochenende bekamen wir E-Post von tinka-étoile: Viel Freude bereitet mir Euer Blog jetzt schon so lange, zu den Kranichen könnte ich eine eigene (lange) Geschichte erzählen, aber der Adventskalender ist der Anstoß, meine Bookogami-Adventsversion dieses Jahres nach Quedlinburg zu schicken:


 

Material: Quadrate aus einem ca 25 Jahre alten Deutsch-Lesebuch
Faltung: Origami-Becher, im letzten Schritt verändert

»Nicht beim Kauf, sondern beim Lesen gehen Bücher in unser Eigentum über.«

(Rupert SchĂĽtzbach)

Diese Idee fĂĽr einen schnellen Adventskalender habe ich auf dem Blog Babyccino Kids gefunden: FĂĽr jeden Tag ein Buch einpacken – das Lesefutter reicht dann wahrscheinlich fĂĽr ein ganzes Jahr und zu allen ĂĽbrigen Schenk-Anlässen gibt es es dann mal keine BĂĽcher.

Zur Not kann man auch auf den heimischen Stapel der noch ungelesenen BĂĽcher zurĂĽckgreifen, alle schön verpacken …

 

Foto: Babyccino Kids

Advent, Advent … Es ist wieder soweit – bald wird das erste TĂĽrchen des Adventskalenders geöffnet. Alle, die noch keinen Kalender angeschafft haben, könnte dieser Bookogami-Adventskalender die Rettung sein.
Auch ein Zweitkalender macht sich gut …

Ihr braucht

  • 48 Doppelseiten aus einem Buch (ich rupfte sie aus einem alten Lexikon))
  • Schere, bei Bedarf Bleistift und Lineal, einen (farbigen) Stift
  • Schleifenband oder Schnur (ich habe Bast in weihnachtlichen Farben verwendet)

Schneidet 48 gleich große Quadrate aus. Orientiert Euch dabei am Satzspiegel oder zeichnet die Schnittkanten an. Damit die Schachteln nicht zu klein geraten, solltet Ihr die Breite der Seiten möglichst voll ausnutzen. Unsere Quadrate sind
15 x 15 cm – das ergibt eine Schachtelgröße von ca. 5,7 x 5,7 cm.

Faltet jetzt je zwei Quadrate zu einer kleinen Schachtel. Die Anleitung (Origami) findet Ihr hier.

Sind alle Schachteln fertig, werden sie befüllt und verschnürt. Für die Nummerierung kann man die Zahlen mit einem farbigen Stift direkt auf die Schachtel schreiben. Wollt Ihr die Schachteln wiederverwenden, z.B. um kleine Weihnachtsgeschenke zu verpacken, ist es besser, die Zahl auf einen kleinen Anhänger zu schreiben. Die kann man aus den übrig gebliebenen Rändern der Buchseiten zurecht schneiden. Alternativ wäre auch möglich, die Zahlen im PC zu schreiben und auszudrucken.

Zum Schluss noch alle Schachteln fix an ihren Bestimmungsort dekorieren - meine hängen an einem trockenen Zweig, der in einer alten Apothekerflasche vom Flohmarkt steht.

 


Zitat des Monats

»Ich träumte von Regalen, die auf Taillenhöhe begannen und deren Oberkante ich bei ausgestrecktem Arm mit den Fingerspitzen berühren konnte, da meiner Erfahrung nach die Bücher, die etwa so weit oben stehen, dass man sie nur mit einer Leiter erreichen kann, oder so weit unten, dass der Leser sich auf den Boden kauern muss, unabhängig von ihrem Inhalt und ihrer Bedeutung weit weniger Aufmerksamkeit bekommen als die in mittlerer Höhe angebrachte Konkurrenz.«
(Alberto Manguel in Die Bibliothek bei Nacht)

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