Im portogisischen Porto braucht man sich beim Einchecken ins Hotel Casa do conto – zu Deutsch Haus der Geschichten – keine Gedanken um die BettlektĂĽre machen, denn der Lesestoff steht an der Decke.

Das aus 19. Jahrhundert stammende Gebäude wurde 2009 in ein modernes Hotel umgebaut, kurz vor der Eröffnung jedoch bei einem Brand stark zerstört. Was verloren war, wurde durch gewollte Kontraste neu errichtet. Bei Sichtbeton scheiden sich zwar die Geister, aber die in Decke und Wände zementierten Worte nehmen den Räumen ihre KĂĽhle. Die Texte wurden bei sechs portugiesischen Autoren in Auftrag gegeben und erzählen Geschichten ĂĽber Porto und seine Architektur. Die Idee kam von der beauftragten Architektengruppe Pedra Liquida. Der Name bedeutet ĂĽbersetzt FlĂĽssiger Stein – da lag das Ergebnis doch ziemlich nahe …

 

2 Kommentare zu „Lesen im Bett“

  • Susie:

    Schön, aber zum Lesen muss man sich verkehrt herum ins Bett legen.

  • AB:

    Ja, ist mir auch aufgefallen. Da muss man ganz schön durchs Bett toben, um die richtige Leseposition zu finden …


Zitat des Monats

In Wirklichkeit ist jeder Leser, wenn er liest, ein Leser nur seiner selbst.
(Marcel Proust)

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