Jetzt in dichtbelaubten Hecken, / Wo es still verborgen blieb, / Rüstet sich das Volk der Schnecken / Für den nächtlichen Betrieb.
Tastend streckt sich ihr Gehörne. / Schwach nur ist das Augenlicht. / Dennoch schon aus weiter Ferne / Wittern sie ihr Leibgericht.
Schleimig, säumig, aber stete, / Immer auf dem nächsten Pfad, / Finden sie die Gartenbeete / Mit dem schönsten Kopfsalat.

Das Gedicht von Wilhelm Busch (Die Schnecken) fiel mir ein, als sich diese Helix pomatia nach einem Regenguss in unsere Büchertauschzelle verirrt hatte. Sie interessierte sich offenbar nicht für Kopfsalat sondern für Lesefutter.

1 Kommentar zu „Schneckentempo“


Zitat des Monats

In Wirklichkeit ist jeder Leser, wenn er liest, ein Leser nur seiner selbst.
(Marcel Proust)

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