Archiv für Juni 2012

Wo wir gestern gerade bei Beton waren, möchte ich heute eine Buchstütze aus Beton zum Selbermachen vorstellen. Und ich sage es mal gleich vorweg: Diese Buchstütze ist schlecht für die Hüften! Denn zur Materialliste gehört neben einem Pappbuchstaben und etwas Fertigbeton auch eine leere Schachtel Ferrero Rocher.

Gefunden habe ich die Bastel-Anleitung auf den Seiten der schwedischen Bloggerin Benita Larsson: Chez Larsson. Es ist ganz einfach: Die Ferrero fungiert als Gießform und wird vor Gebrauch am besten mit Pflanzenöl eingepinselt. Den Buchstaben hineinlegen, Beton anrühren und drübergießen, Deckel drauf und abwarten. Wenn der Beton fest geworden ist, muss nur noch die Schachtel entfernt und der Buchstabe farbig gestrichen werden.

 

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Es gibt Orte, die sich besonders zum Lesen eignen, an denen man in ein Buch vertieft die ganze Welt um sich herum vergisst. Jeder hat ein anderes Lieblings-Leseplätzchen: im warmen Sand am Strand oder hoch oben auf einem Berg, zu Hause im Garten oder mitten in der Stadt in einem Straßencafé, bei Sonnenaufgang am frühen Morgen oder beim Flackern des Kerzenlichts, wenn sich der Tag dem Ende neigt.

Ich möchte gern wissen, wie Ihr/Euer Lieblingsleseplätzchen aussieht!

Bitte einfach mal kurz die Kamera drauf halten und das Foto bitte an blog@anonyme-bookoholiker.de schicken. Alle eingesandten Fotos werden in einer Leseplätzchen-Bildergalerie hier im Blog veröffentlicht. Einen Anfang hat der Verlag Kein & Aber schon gemacht – hier eine neue Doppelseite des Lesermagazins.

 

*Ein richtiger Fotowettbewerb ist es ja nicht. Es geht nicht darum, wer dass beste, schönste, größte usw. Foto macht. Aber ich freue mich wirklich auf jedes Foto.

Diese Anmerkung verlangt der Gesetzgeber von mir: Jeder Teilnehmer versichert, dass er fĂĽr das eingesandte Bild sämtliche fĂĽr die Veröffentlichung erforderlichen Rechte besitzt und damit einverstanden ist, dass das Foto von mir unentgeltlich im Internet veröffentlicht und damit weltweit verbreitet wird. Dritte Personen, die ĂĽber einen Internetanschluss verfĂĽgen, können die Bilder zur Kenntnis nehmen, bearbeiten und vervielfältigen – ich kann keine SchutzmaĂźnahmen dagegen vorhalten. Das Foto darf bei der Darstellung von Personen keine Persönlichkeitsrechte Dritter verletzen.

Im portogisischen Porto braucht man sich beim Einchecken ins Hotel Casa do conto – zu Deutsch Haus der Geschichten – keine Gedanken um die BettlektĂĽre machen, denn der Lesestoff steht an der Decke.

Das aus 19. Jahrhundert stammende Gebäude wurde 2009 in ein modernes Hotel umgebaut, kurz vor der Eröffnung jedoch bei einem Brand stark zerstört. Was verloren war, wurde durch gewollte Kontraste neu errichtet. Bei Sichtbeton scheiden sich zwar die Geister, aber die in Decke und Wände zementierten Worte nehmen den Räumen ihre KĂĽhle. Die Texte wurden bei sechs portugiesischen Autoren in Auftrag gegeben und erzählen Geschichten ĂĽber Porto und seine Architektur. Die Idee kam von der beauftragten Architektengruppe Pedra Liquida. Der Name bedeutet ĂĽbersetzt FlĂĽssiger Stein – da lag das Ergebnis doch ziemlich nahe …

 

Der US-amerikanische Künstler mit jüdisch-irakischen Wurzeln, Michael Rakowitz, setzt sich mit seiner Installation auf der dOCUMENTA(13) »What Dust will rise?« mit der Zerstörung von Kultur auseinander.

Dazu hat er bei einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg 20 fast verbrannte BĂĽcher der der ehemaligen Hanauer Konsistorialbibliothek rekonstruiert und von afghanischen und italienischen Steinmetzen in Stein hauen lassen. Das verwendete Gestein – Travertin – holte er aus den Bergen des Bamiyan-Tales in Afghanistan, wo die Taliban zwei Buddha-Statuen aus dem 6. Jahrhundert zu Schutt sprengten.

In Vitrinen werden flankierend Reste von verbrannten Buchseiten gezeigt, aber auch Steinbröckchen der vernichteten Budda-Statuen sowie anderer zerstörter Orte, so z. B. ein Stückchen Granitfußboden des ehemaligen World Trade Centers in New York.

Ganz originelle Fotos hat uns BiblioPhilia heute von ihrem Hauptstadtwochenendtrip geschickt:

Posen unter den Linden vor dem Brandenburger Tor mit Blick auf die Siegessäule (und später hat sie sich an gleicher Stelle in das GetĂĽmmel der EM-Fanmeile gestĂĽrzt) …

 

FĂĽr einen 360°-Blick aus ĂĽber 200 Metern Höhe ist sie auf den Funkturm gestiegen …

 

Und zum Schluss gab es noch einen Sprung in den kĂĽhlen Wannsee …

Fotos: JĂĽrgen Schmidt

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