Archiv für die Kategorie „Literarisches Leben“

Bin ich in einem fremden Land, schaue ich mir gern einige Buchläden an. In Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, scheinen diese jedoch Mangelware zu sein. Lediglich drei Läden habe ich entdeckt, die als Buchladen durchgehen können.

Buchladen in Baku

Buchladen in Baku

Buchladen in der Metrostation

Nr. 1 bestand aus einigen Buchregalen im Eingang zur U-Bahn (Fotos oben). Während der Öffnungszeit gab es noch ein Stehpult mit der Kasse und einen Stapel Holzpaletten als Büchertisch. War geschlossen, wurde alles mit einer Plane abgedeckt.

Nr. 2 war in der Nähe des Heydar Aliyev Palace, am Rande eines Nobelviertels – dort, wo man schon verfallene Häuser sieht. In einem solchen Haus mit „Alterscharme“ gab es einen Buchladen mit gebrauchten BĂĽchern. Ein Sammelsurium von altersschwachen Tischen und Schränken mit BĂĽchern gefĂĽllt stand schon auf dem Gehweg. (Leider hatte ich den Fotoapparat nicht dabei – hier habe ich Foto im Netz gefunden.)

Nr. 3 enteckte ich am Anfang (oder Ende) der Einkaufsmeile. Es war ein staatlich geführter Buchladen, der gleichzeitig Kunsthandwerk und Souvenirs anbot. Er war um 18 Uhr schon geschlossen, sodass mir nur ein Blick durchs Schaufenster möglich war.

Beim Googeln im Hotel war der Sendung Kulturzeit auf 3SAT vom 25.05.2012 zu entnehmen: „Mit der Kultur sieht es anders aus: Von 150 Buchläden, die es einmal in Aserbaidschan vor der Unabhängigkeit gab, sind nur noch zehn ĂĽbrig geblieben – in Baku. Im Rest des Landes gibt es keinen einzigen Buchladen mehr und auch kaum noch Bibliotheken.“
Und wer weiß, ob alle zehn Buchläden 2016 noch existieren.

Die Autoren jedenfalls greifen zur Selbsthilfe: Am Sonntag, wenn gefĂĽhlt ganz Baku in der Altstadt unterwegs ist, mieten sie sich einen Stand und bieten ihre BĂĽcher direkt an.

Autoren in Baku

 

BĂĽcherrĂĽckgabebox heiĂźt auf Slowakisch Box na vrátenie knĂ­h. Die Stadtbibliothek Bratislava hat die Box auf dem Foto vor den TĂĽren ihrer Filiale in der Laurinská 5 – mitten in der Altstadt – aufgestellt, sodass die Leser die BĂĽcher auch auĂźerhalb der Ă–ffnungszeiten zurĂĽckgeben können.
Problematisch an diesem Service ist allerdings, dass die Box  immer wieder als Mülleimer benutzt wird, obwohl die Bücherstapel an den Seiten wohl kaum zu übersehen sind.

Die Arbeiten des kanadischen KĂĽnstlers Marc Johns sprĂĽhen vor trockenem Humor. Seine Aquarelle sind fein gezeichnet und haben immer auch etwas Absurdes.

Nach eigener Aussage geht er gern mal in Buchhandlungen, um einfach nur die verschiedenen Buchcover zu bestaunen. Da kam ihm dann wohl die Idee zu dieser kleinen Zeichnung (5 x 7 inches).

 

 

Der us-amerikanische  Onlineanbieter Christmas Treasures hat diesen schicken Bücherstapel als Weihnachtsbaumschmuck im Angebot.  Er ist aus echtem Glas und kostet $ 18.99.

Vom unter dem Künstlernamen EPPER bekannte Cartoonist Arthur Epperlein (nach eigener Aussage war er Humorzeichner) gibt es ganze Bücherserien. Er nahm einfach alles und jeden aufs Korn.

Diese Zeichnung habe ich im Buch „Ha Ha!“  (B & H Konzept) gefunden.

Übrigens, Epper-Bilder erkennt man leicht an einem kleinen schwarzen Pappschild mit der Aufschrift EPPER, das meistens an der Überschrift hängt.

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