Archiv für die Kategorie „Produkte im Test“

Gerade trudelt hier dieses Foto von Lisa ein: Sie hat sich für die Bookoholiker-Tasche von HIER extra einen originellen Haken vom Flohmarkt  zugelegt.

Da bin ich doch heute tatsächlich noch auf ein fast verschütt gegangenes Foto von der Leipziger Buchmesse 2011 gestoßen.

Eine Kundin zeigte uns, wie sie mit wenig Aufwand aus einer alten Stofftasche und ein paar Zentimeter Buchregal-Stoff (hier) eine superschöne Tasche für BuchliebhaberInnen genäht hat.

 

 

 

… und zwar Buchkekse für unsere Geburtstagsfeier. Da haben wir doch gleich mal die Gelegenheit genutzt, unsere Buch-Ausstechform zu testen.

Für den Teig haben wir ein altes Familienrezept hervorgeholt, das jedes Jahr zu Weihnachten zum Einsatz kommt. Schlicht, aber lecker und bewährt. Hier die Zutaten für das Rezept: Benötigt werden für ca. 100 Kekse 500 g Butter, 500 g Zucker, 5 Päckchen Vanillezucker, 4 Eier, 1 kg Mehl.

Alle Zutaten (die Butter zwar weich, aber nicht flüssig) in einer großen Schüssel zunächst mit dem Mixer gut durchkneten und mit der Hand nachkneten.  Alles zu einem geschmeidigen Teigstück formen und ca. 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Den gekühlten Teig auf einer mit Mehl bestreuten Unterlage ca. 7 mm dick ausrollen und mit der Buchform ausstechen. Wichtig ist, dass der Teig nicht zu dünn ausgerollt wird, sonst ist der Bucheinduck nach dem Backen nicht plastisch genug.

Anschließend das Blech mit den Keksen auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Ofen bei 150 °C (Unter- und Oberhitze) ca. 12 Minuten backen. Die Kekse sind fertig, sobald sie schön goldgelb geworden sind.

Einen langen, langen Tag haben wir für etwa 1.000 Kekse in der Küche zugebracht. Es fehlt aber noch die Dekoration. Die ersten Probeexemplare mussten gleich für ein Foto herhalten. Verwendet haben wir Fertigzuckerguss mit einer ganz feinen Spitze. Das Dekorieren geht bis jetzt nur langsam von der Hand – es wird wohl auch viele Blankobücher zur Geburtstagsfeier geben.


Fazit:

Mit einem einfachen Rezept garantiert die Ausstechform eine leichte Handhabung. Sie ist robust und hält jedem vorweihnachtlichen Plätzchenback-Marathon stand. Die Form ĂĽbersteht die SpĂĽlmaschine ohne Schaden und kommt wie neu wieder heraus. Wichtig fĂĽr eine optisch gute Buchkeksqualität ist es, den Teig nicht zu dĂĽnn auszurollen. Das Dekorieren hat unheimlich SpaĂź gemacht – viel Fläche fĂĽr viele Ideen – ist aber sehr zeitaufwändig.

Nicht getestet, aber gut vorstellbar: BĂĽcher aus Salzteig fĂĽr die Weihnachtsdeko. Diesen Test nehmen wir uns fĂĽr die Vorweihnachtszeit vor.


Die Erfindung

Der in England lebende, südafrikanische Philosoph und Filmregisseur Angus Witty ist der Erfinder des Thumbthings. Nach eigenen Aussagen saß er 1997 lesend im Park, die Sonne schien kräftig und blendete ihn, denn er hatte keine Hand frei, um die Augen zu schützen – schließlich musste er mit beiden Händen das Buch aufhalten. Schon auf dem Nachhauseweg dachte er das erste Mal über eine Lösung nach. Viele Möglichkeiten kamen ihm in den Sinn, stellten sich aber als zu unpraktisch heraus, bis ihm das Daumending einfiel. Er überlegte, welche ergonomischen Anforderungen erfüllt sein müssen, um bequem zu sein und ließ 50 verschiedene Prototypen an diversen Daumen testen.

Heraus kam das Thumbthing, dass dem Benutzer stressfreies, einarmiges Lesen ermöglicht. Auch Überkopflesen ist kein Problem.

Zunächst wurde das Thumbthing nur in England und Südafrika angeboten, inzwischen ist es in Buchläden auf der ganzen Welt zu haben.

Nur auf dem deutschen Markt tut es sich schwer, was wohl daran liegt, dass der Vertrieb Thumbthing Germany bloß Familienpackungen mit gemischten Größen abgibt.

Und so funktioniert es.

»Einfach den Daumen in den Thumbthing stecken. Die beiden Flügel halten die Seite offen und machen das Lesen von Büchern mit einer Hand zum Vergnügen. Gleichzeitig schont man mit dem Thumbthing den Buchrücken und verhindert, dass dieser bricht. Nach dem Lesen steckt man den Thumbthing als Lesezeichen in das Buch, so hat man ihn jederzeit griffbereit.« so die Anleitung des Herstellers. Wichtig ist, ein Thumbthing in der richtigen Größe zu benutzen – es gibt die Größen S, M, L und XL.

Das Thumbthing im Test

Vor ein paar Jahren entdecke ich das Thumbthing auf der Buchmesse und besorgte mir ein Muster, natürlich in der richtigen Größe. Es saß fest auf dem Daumen ohne zu drücken. An der falschen Größe konnte es also nicht liegen, dass ich nicht zurechtkam.

Ich probierte verschiedene Bücher aus, doch es war immer dasselbe. Beim Lesen konnte ich mich nicht auf den Text konzentrieren, weil ich nur noch damit beschäftigt war, ständig das Thumbthing anders zu positionieren. Ich bin beim Lesen viel zu zappelig, um das Buch ständig nur in einer, und dann noch in derselben Hand zu halten.

Nein, so ein Daumending muss ich nicht haben und alle Kunden wohl auch nicht. Also wurde das Thumbthing nicht ins Sortiment aufgenommen.

Doch seit sechs Wochen ist die Designerin Yvonne Gernoth für Die Buch Bar tätig. Gleich am ersten Tag fiel ihr mein Muster in die Hände – sie war sofort begeistert und nahm es mit nach Hause, um es zu testen.

Lange Rede – kurzer Sinn: Seit Ende Mai gehört das Thumbthing zu unserem Sortiment und es ist seitdem schon zum Bestseller avansiert. Die Buch Bar bietet die Thumbthings einzeln in der gewünschten Größe an.

Warum Yvonne so auf dieses Daumending steht und unsere Kunden im Laden mit ihrer Begeisterung ansteckt, kann sie selbst erzählen.

Ich war Feuer und Flamme nach der ersten Handhabung von Thumbthing. Ein kleiner Helfer fĂĽr den Multitaskingleser wie ich. Wenig Verpackung, saubere Verarbeitung und die leichte Handhabung haben mich so ĂĽberzeugt, dass es ein MuĂź ist, es zu besitzen.

Kein Verkrampfen meiner Finger beim Halten des Buches am FrĂĽhstĂĽckstisch oder beim Relaxen auf der Picknickdecke. Und das Tolle – der BuchrĂĽcken wird geschont, nur ein leichter Druck ist, nötig um die Seiten auseinanderzuhalten. Ich finde geknicKte BuchrĂĽcken nicht sehr anschaulich im BĂĽcherregal. Thumbthing ist vor allem ein idealer Begleiter fĂĽr den Einhandleser von TaschenbĂĽchern.

Natütlich gibt es auch Einschränkungen, schwere Hardcoverbücher lassen sich kaum oder gar nicht damit halten. Die Funktion des Lesezeichen erfüllt es weniger, da es beim Transport des Buches in der Tasche herausfällt.

Das Tragen von Thumbthing ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, es fühlt sich wie ein Fingerhut beim Nähen an. Wichtig ist, dass das Thumbthing wirklich die richtige Größe hat und gut auf dem Daumen sitzt. Hat man sich einmal daran gewöhnt, möchte man Thumbthing nicht mehr missen. Ich lese meine Bücher jedenfalls nicht mehr ohne und wechsele immer mal die Farbe.


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