Den Roman »Der Name der Rose«. von Umberto Eco kennt wohl jeder: In einer Benediktinerabtei sterben innerhalb weniger Tage der Buch-Maler Adelmus von Otranto, der Übersetzer Venantius von Salvemec, der Bibliotheksgehilfe Berengar von Arundel, der Apotheker Severin von St. Emmeram und der Bibliothekar Malachias von Hildesheim. Der für seinen Scharfsinn bekannte Mönch William von Baskerville wird gebeten, die Todesfälle aufzuklären. Er darf sich überall frei bewegen, nur nicht in der als Labyrinth angelegten Klosterbibliothek. Doch die Spur der Verbrechen führt zu dem blinden (Ex-)Bibliothekar Jorge von Burgos, seit langem der heimliche Herrscher der Bibliothek. Als William und der im anvertraute Novize Adson von Melk den Zugang zu einem geheimen Raum, dem Finis Africae, finden, werden sie dort von Jorge erwartet. Der hütet einen besonderen Schatz, nämlich ein Exemplar des verlorengegangenen „Zweiten Buches der Poetik” von Aristoteles. Um jeden Preis will er verhindern, dass jemand das Buch liest. Am Ende setzt er die wertvolle Bibliothek in Brand und stirbt mit dem Buch in den Armen, während William und Adson dem Feuer mit Mühe entkommen
Den Bösewicht Jorge von Burgos gibt es jetzt auch als Marionette: Chzech Marionetes, eine Böhmische Puppenwerkstatt, bietet die 50 cm große und 4,4 kg schwere Figur aus Lindenholz an.


Jorge von Burgos als Marionette agieren zu lassen, ist literaturwissenschaftlich gar nicht so weit hergeholt:
»Die komische oder lustige Person hat eine lange Geschichte in der Literatur. Immer ist ihre Perspektive eine andere als die der gesellschaftlichen Konvention. Umberto Eco hat in seinem Roman Der Name der Rose diese Thematik genial ins Zentrum seiner Erzählung gestellt. Was so dogmatisch von den fundamentalistischen Mönchen gehütet wird, ist das verschollen geglaubte letzte Exemplar des zweiten Buches der Poetik des Aristoteles über die Komödie. Jorge von Burgos, der blinde Seher unter den Mönchen, will das Buch der Menschheit mit der Begründung vorenthalten: ‘Lachen tötet die Furcht.’ Und: ‘Ohne Furcht kann es keinen Glauben geben.’ Und: ‘Wer keine Furcht vor dem Teufel hat, braucht keinen Gott mehr.’ In einem großen Reigen wird dieses Seminar den verschiedenen Ausprägungen dieser Figur nachgehen: beginnend in den Komödien des Aristophanes über die commedia dell arte und den Dreikönigsspielen des 16. Jahrhunderts, aus denen der Kaspar als Kaspar, Kasper oder Kasperle Eingang in das Puppenspiel und später in das Marionettentheater findet, bis zum Kasperl Larifari des Grafen Pocci. Ziel ist, die Entwicklung aus einer witzigen Nebenfigur zur thematischen Hauptfigur zu verfolgen.« Quelle: Vorlesungsverzeichnis für Neue Deutsche Literatur SoSe 2007, WiSe 2007/2008 Yunior Year in Munich an der Universität München
«Человек читающий» в зоопарке Санкт-Петербурга (Lesende Menschen im Zoo von St. Petersburg) titelte 2008 die russische Presse.
Weil immer weniger Menschen in Russland zum Buch greifen und lesen, ließen sich « CAXAP, 1 кг » (Zucker, 1 kg) - eine Gemeinschaft der Petersburger Autoren Igor Meyerson, Sergey Sysoev, Konstantin Bushmanov und Sergey Arefiev - für zwei Tage als seltene Exemplare einer aussterbende Art in den sonst von einem Bären bewohnten Käfig sperren. Durch die Gitterstäbe lasen sie für die Zoobesucher aus Werken russischer Schriftsteller und untermalten die Texte mit instrumentalen Improvisationen.
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(Fotos: AFP)
» Kein gutes Buch oder irgend etwas Gutes zeigt seine gute Seite zuerst. «
(Thomas Carlyle)
Auf der Schulter von US-Schauspielerin Kristen Quintrall steht die Anweisung Peter Pans, wie man nach Neverland kommt: „Second star to the right / straight on till morning“ („Zweiter Stern von rechts, dann immer geradeaus bis zum Morgen“).
Gefunden:Â Focus-Foto des Tages vom 30.08.2010
Garagentore fallen in der Regel nicht in die Kategorie » interessant für Bookoholiker «. Anders jedoch dieses Garagentor in L. A. am Mulholland Highway. Hier wohnt der bekannte  Journalist Lee Dembart. Er hat 2005 sein Garagentor in ein großes Bücherregal verwandeln lassen. Entdeckt hat die Trompe-l’oeil-Malerei die Journalistin der  Barbara Thornburg der Los Angeles Timesauf einem zufälligen Spaziergang. Sie hat Fotos gemacht und im L.A.-Times-Blog darüberberichtet.
Dort haben wir die schöne Idee entdeckt.






